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Erstellt am: 11 Jan. 2008
Eigentlich bin ich kein Freund von Youtube und Konsorten. Viele Filmchen sind dumm und peinlich. Als überzeugter Feind von Wahlcomputern bin ich auf die Dokumentation "Hacking Democracy" gestoßen. Dieser Film ist ein Muss für Leute die glauben, dass das Ergebnis von Wahlen hier nicht manipuliert werden kann.
Die preisgekrönte Doku kann auf Google-Video in voller Länge (1 Stunde 20 Minuten) betrachtet werden. Es geht um den Kampf einer amerikanischen Journalistin gegen Wahlcomputer und den lachsen Umgang mit den Ergebnissen, die Resultat der Technikgläubigkeit der Noobs sind.
- Link zum Video auf google.com: Hacking Democray (englisch)
Viele Fakten im Film sind echt haarsträubend. Beispielsweise, wenn der Manager eines Herstellers behauptet, die Daten auf einer Flashkarte seien nicht manipulierbar, weil die Karte keinen eigenen Prozessor hätte. Oder sein Chef bei den Republikanern mit der Aussage wirbt "Sie machen die Politik, wir besorgen Ihnen die Stimmen".
Gegen Ende des Films wird das Anliegen nochmal sehr deutlich. Mit einfachsten Mitteln manipuliert ein Informatiker aus Berkley eine Flashkarte. Das Ergebnis, der später nicht nachweisbaren Manipulation, ist ein beliebig gefälschter Wahlausgang.
Zumindest aufmerksamen Menschen wird nach den Film auch klar, wie Bush Präsident wurde und blieb. So dumm kann die Mehrheit der Amerikaner einfach nicht sein.
Eine letzte Anmerkung
Unabhängig von den technischen Risiken und der leichten Manipulierbarkeit von Wahlen. Für mich ist die Wahl ein sehr persönlicher Akt, bei dem der Wahlzettel wichtig ist. Durch das haptische Empfinden bei der Entgegennahme und dem Entfalten des Zettels, habe ich einen Moment, in dem ich meine Wahlentscheidung festige oder verwerfe. Ich zumindest hab auch schon ungültig gewählt oder mich im letzten Moment für eine andere Partei entschieden.
- Infos des CCC gegen Wahlcomputer: berlin.ccc.de/wiki/Wahlcomputer
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