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Erstellt am: 20 Apr. 2008
Die Version 8.04 (Hardy Heron) der gebrauchsfertigen Linux Distribution Ubuntu erscheint am 24. April 2008. Schon jetzt ist klar, dass es ein Meilenstein sein wird, der das Fricklerimage von Linux endgültig widerlegt.
Ich arbeite schon seit Jahren fast ausschließlich unter Linux. Windows hole ich nur raus, wenn ich mich mit Computerspielen beschäftigen muss. Das erste brauchbare Desktop-Linux war für mich Debian vor etwa 8 Jahren. Ubuntu baut auf Debian auf und perfektioniert es. Systematisch versucht Ubuntu die Bedienung zu vereinheitlichen und Hürden für Anwender abzubauen.
Installation kinderleicht
Als ich vor ein paar Wochen ein Notebook neu aufsetzen musste, wurde mir wieder klar, dass für den Erfolg von Windows maßgeblich ist, ob das System auf den Rechnern vorinstalliert ist oder nicht. Geschlagene 5 Stunden hat es gedauert, die 15 externen Treiber zu installieren und das System auf den neuesten Stand zu bringen. Dabei waren mindestens 20 Restarts und einige harte Resets notwendig. Veraltete Treiber oder die falsche Reihenfolge bei der Installation treiben jeden Laien zur Verzweiflung. Bei Rechnern, die ich mit Ubuntu aufsetze, sind normalerweise nur 2 Starts notwendig. "Hardy Heron" bringt gebräuchliche aktuelle Treiber mit. Nach der Installation muss man meist nur noch die "unfreien" Treiber (z.B. für ATI- und NVIDIA-Grafikkarten) aktivieren und Auflösung einstellen. Die Zeiten in denen man umständlich einzelne Treiber kompilieren oder Konfigurationsdateien mit dem VI-Editor anpassen musste, sind vorbei.
Bedienung in 20 Minuten
Ubuntu wirkt auf den ersten Blick sehr nüchtern. Anders als bei KDE4 von Kubuntu verzichtet Gnome auf aufwendige Effekte und bietet dafür besseren Bedienkomfort und mehr Übersicht. Unter nur 3 Menüpunkten "Anwendungen", "Orte" und "System" sind für den Anwender alle Funktionen des Systems sofort erreichbar. Im Unterschied zu der überfrachteten Startleiste von Windows oder den unübersichtlichen Konfigurationsdialogen von Vista, wirkt hier alles aufgeräumt und übersichtlich. Auch der erstklassige Dateimanager Nautilus ist in puncto Bedienkomfort und Funktionalität unerreicht.
Vista kann einpacken
Manche meiner Bekannten finden Ubuntu doof. Nicht etwa weil es schlecht ist, sondern weil dadurch jeder DAU Linux bedienen kann. Freaks denken häufig, man solle erst mal ein System verstehen und mit Shell und CFG-Dateien arbeiten, bevor man würdig ist, einen Computer bedienen. Ich halte das für Quatsch. Im Unterschied zu Vista gängelt Ubuntu die Benutzer nicht, sondern versucht sie durch klare Struktur zu orientieren. Dadurch können sich auch unerfahrene Benutzer langsam emanzipieren. Wenn der normale Benutzer einmal in den Genuss von OpenOffice und Ubuntu gekommen ist, dann wird er sich fragen, warum er gezwungen wird, ein Betriebssystem zu kaufen. Schon jetzt versucht M$ mit Abbo-Modellen und Online-Office die Benutzer mit aller Macht an sich zu binden.
Party in Berlin
Die Version 8.04 ist ein LTS-Branch für den über Jahre hinweg Support garantiert wird. Dementsprechend ausgereift, stabil und aktuell ist die neue Version. Am 26.4. gibt es die Release-Party von ubuntu-Deutschland in Berlin, den ganzen Tag gibt es Workshops und Vorträge.
Ubuntu - Release-Party
c-base e.V.
rungestrasse 20
10179 berlin
Schon jetzt könnt ihr euch die Vorabversion von 8.04 von der Ubuntu-Website holen. Ich benutze die Beta seit Wochen. Sie macht einen guten Eindruck und updatet sich automatisch auf das final release.
Ubuntu: www.ubuntu.com
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