Letzer Zugriff am
11 März 2010 um 11:19 Uhr
Kommentare
Beitrag kommentieren
26 Dez. 2009
Das Samsung N510 unter Unbun...
02 Dez. 2009
PHP Download counter Script...
15 Okt. 2009
Alternative DNS-Server - St...
06 Sep. 2009
Ausgestanzte Titel und Objek...
19 Jul. 2009
» 74065 mal
2. Briefvorlagen nach DIN fü...
» 31314 mal
3. DVD::RIP - Das Schweizer ...
» 11300 mal
4. Achtung: Spielen gefährde...
» 10648 mal
5. Die Developer Toolbar: Ei...
» 10381 mal
Erstellt am: 26 Dez. 2009
Fehleranalysen an Computern sind nicht einfach. Ein unwilliges Betriebssystem kann viele Ursachen haben. Gerne wird von Werkstätten die Festplatte getauscht. Mit eine Life CD und dem Linux -Tool smartctl kann jeder selbst die Festplatte testen.
Schon seit einigen Jahren sind IDE- und SATA-Festplatten mit SMART Diagnosefunktionen ausgestattet. Moderne Bios-Versionen unterstützen diese Funktion und zeigen Festplattenfehler bereits beim Einschalten. Eine GParted, Knoppicillin oder Knoppix Life-CD sollte jeder ambitionierte Computernutzer im Schrank haben. Von diesen CDs kann man unabhängig von der Festplatte starten. Sollte die eingelegte CD nicht automatisch booten, dann muss man eine bestimmte Taste drücken, sobald ein Bild (POST-Screen) nach dem Einschalten erscheint oder die Bootreihenfolge im Bios ändern.
Nachdem die Live CD gestartet hat, öffnet man ein Terminal (Shell). Bei Ubuntu findet man diese unter "Anwendungen -> Zubehör -> Terminal". Um zum Superuser (root) zu werden, gibt man "sudo su" und return ein. »smartctl« sollte als Befehl verfügbar sein. Wenn nicht, dann kann man ihn nun unter Ubuntu, Debian mit dem Befehl "apt-get install smartmontoools" nachinstallieren, wenn der Computer eine Internetverbindung hat.
»smartctl« wird (wie alle Konsole-Werkzeuge) über angehängte Befehle bedient. Ein »smartctl -h« zeigt eine Liste der möglichen Funktionen und Beispiele für die Verwendung des Programms. Die Ausgabe erfolgt in englisch.
Linux verwaltet alle Laufwerke alphabetisch "sda","sdb","sdc"... u.s.w. Die erste Festplatte sollte normalerweise "sda" sein. Der Befehl »fdisk -l« zeigt alle Festplatten und die darauf befindlichen Partitionen an. Sollte hier das vermeintliche Laufwerk nicht auftauchen, dann kann man sich die weitere Diagnose mit "smartctl" sparen und andere Fehlerquellen in Betracht ziehen. Die da wären:
- Datenkabel oder Stromzuführung sind nicht richtig angeschlossen
- Der SATA bzw. IDE-Port ist im Bios ausgeschaltet oder läuft im falschen Modus (Stichwort: Raid)
- Die Platte ist ernsthaft defekt
Falls notwendig muss ab jetzt das A bei /dev/sda gegen den entsprechenden Buchstaben der Festplatte ausgetauscht werden.
Status anzeigen
Der Festplattenstatus wird über folgenden Befehl abgefragt
- smartctl --all /dev/sda
Test starten und analysieren
Zuerst sicher gehen, dass smart eingeschaltet ist
- smartctl -s on /dev/sda
Danach startet man den Test
- smartctl -t short on /dev/sda
Nach spätestens 10 Minuten den Test abfragen
- smartctl -l selftest /dev/sda
Gegen Ende der Ausgabe sollte folgendes stehen.
Num Test_Description Status Remaining LifeTime(hours) LBA_of_first_error
# 1 Short offline Completed without error 00% 4970 -
In unserem Beispiel ist die Festplatte in Ordnung. Ein ausführlicher Test "-t long" bringt mehr Sicherheit, dauert aber auch Stunden.
Bezugsquellen
Unter sourceforge.net/apps/trac/smartmontools/wiki/Download#ListofbootableCDs findet man eine Liste von Life-CDs mit smartctl. Smartlinux (smartlinux.sourceforge.net) passt sogar auf eine 1,4 Zoll Diskette.
Ich benutze keine CD sondern einen Stick, den ich mit dem Ubuntu USB-Startmedien-Ersteller von Ubuntu präpariert habe. Dort kann ich mir bei Bedarf Programme und Virenkiller permanent nachinstallieren. Ein USB-Stick ist in der Regel auch schneller.
Ein Schweizer Taschenmesser für die Analyse von defekten Computern ist auch die "Ultimate Boot CD".
0 Kommentar(e)
Keine Kommentare bis jetzt.Beitrag kommentieren
Ich freue mich jederzeit über Fragen, Anmerkungen und Kritik. Also gebt euch einen Ruck und kommentiert diesen Artikel.
zur Übersicht



