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Erstellt am: 05 Apr. 2007
Normalerweise überlasse ich Produktwerbung der Presse. Diesmal mache ich eine Ausnahme. Vor etwa 2 Monaten habe ich nach einem neuen MP3–Player gesucht. Mein Handy hatte einen fürchterlichen Klang und ein I-POD schied wegen der Copyrightbeschränkungen und dem proprietären Format aus. Außerdem suchte ich nach einem Gerät, mit dem ich auch kleine Videos schauen konnte.
Nicht nur aus Preisgründen fiel die Wahl auf den Creative ZEN VISION:M, den man mittlerweile schon für unter 190,- € bekommt. Dieser Player hat ein scharfes und ausreichend großes Farbdisplay und unterstützt auch MP3, OGG, MP4 und DIVX-Formate. Der VISION:M bietet außerdem noch die Möglichkeit bis zu 16 GB als USB Wechsellaufwerk freizugeben.
Hier die technischen Details:
- Maße (B x T x H) - 10,2 x 6,2 x 1,8 cm
- Gewicht - 165 g
- Speicherkapazität – 30 GB Festplatte
- 2,5" Farbdisplay, 320 x 240 Pixel , 262.000 Farben
- Laufzeit im Audiomodus - 14 Stunden
- Eingebautes FM-Radio
Die erste Ernüchterung war der Sound mit den mitgelieferten Ohrstöpseln. Der Zen klang zu leise und ohne Dynamik. Ich hab mir daher einen halboffenen Kopfhörer K412P von AKG für 29,- € besorgt. Der K412P ist ein guter Kompromiss zwischen Größe und Preis, der Sounds mit knackigen Bässe und sauberen Höhen wiedergibt.
Die zweite Ernüchterung war das Übertragungsformat. Der VISION:M benutzt das "Media Transfer Protocol" (MTP) von Microsoft und Canon, dass nur unter Windows vernünftig läuft und vor allem durch die Installationssoftware an den schrottigen Mediaplayer10 von MS gekoppelt wird. Das lässt sich durch die Installation des, durchaus praktischen, Media Explorers von Creative zwar umgehen. Treiber für Linux findet man jedoch nicht auf der CD.
Der Creative ZEN VISION:M unter Linux
Googelt man ein wenig, findet man den Hinweis, dass Gnomad2 das Gerät unterstützt. Leider sucht der aber nach virtuellen Jukeboxen, die es wohl nur auf älteren Playern gab. Allerdings gibt es eine Library namens libmtp, die viele aktuelle MTP-Geräte unterstützt. Als Media Manager empfiehlt sich Amarok. Amarok bietet einen Komfort, mit dem sich auch umfangreiche Musiksammlungen gut verwalten lassen. Amarok hat sogar eine Direktverbindung zu einem online-Musikshop und Verwaltungsfunktionen für Internet-Radiostationen.
Hinweis: Debian und Ubuntu 6.10 installierten im März 2007 noch ein unvollständiges Amarok, dass umständlich gepatcht werden musste, um mit MTP-Geräten umgehen zu können. Mittlerweile ist der Fehler hoffentlich behoben. Ubuntu 7.Beta-4 liefert zumindest ein funktionierendes Amarok.
Fotos lassen sich unter Gnome übrigens über F-Spot auslesen. Mangels eingebauter Kamera macht das wenig Sinn. Wenn mir Jemand verraten könnte, wie ich unter Linux Filme auf den VISION:M bekomme, dann wäre ich ihm dankbar.
Ein Tipp zum Schluss
Ich mag Ambient, Acid Jazz und House in allen Variationen. Öffentlich-rechtliches und privates Radio höre ich schon lange nicht mehr. Nicht nur, dass mich das Gelaber der immer gut gelaunten Moderatoren nervt. Obwohl ich dafür fast 20,- € pro Monat bezahle, muss ich mir auf Radio-Fritz jede ¼ Stunde einen Werbeblock anhören. Ich höre daher nur noch Digitally Imported (www.di.fm) oder „Sky FM“ über Internet.

Damit auch beim Radfahrern gute Musik habe, benutze ich unter Linux Streamtuner in Kombination mit Streamripper. Nachdem man die Pakete installiert hat, reicht ein Klick auf Aufnahme und Streamripper legt Stück für Stück MP3-Dateien an.
1 Kommentar(e)
nachdem ich mir hier viele Infos gemopst habe, will ich auch mal etwas zurückgeben: die Sache mit den Filmen funzt mit gnomad2 unter Ubuntu Gutsy. Allerdings ist das mit viel Arbeit und Generve verbunden. Die Beschreiblichkeit würde den Rahmen hier sprengen, nur soviel in aller Kürze:
nicht die Version aus den Paketquellen nehmen (zu alt)
alle möglichen libraries inkl. *-dev installieren
=> Start mit denen von http://gnomad2.sourceforge.net/?
=> zzgl. dbus, hal usw.
Download neueste Version 2.9.1 + manuelle Installation
LESEN was zurückkommt beim ./configure
=> die angemaulten weil fehlenden libs nachinstallieren
sudo make install nix ohne sudo weil sonst Rechte fehlen
Alles klar?
Naja, so schlimm ist es zwar auch wieder nicht sonst hätt\\\'s ja nicht geklappt. Bei Interesse würde ich die libs aus der Synaptic-Chronik herauspfriemeln und in ein eMail einbauen.
Viele Grüße
vm
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